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Rigas Russisches TheaterDas älteste professionelle Theater Lettlands feierte 2003 sein 120. Jubiläum. Die Geschichte des Theaters begann 1883, als eine kleine Truppe aus 16 Personen unter der Leitung von J. Lawrow ein damals beliebtes Stück I. Schpaschinskijs aufführte. Der Erfolg bewegte die Schauspieler zur weiteren fruchtbaren Tätigkeit – in der ersten Spielzeit wurden 16 Aufführungen vorgestellt. Das waren die besten Stücke russischer und ausländischer Dramatiker, darunter "Der Revisor", „Die Heirat“ und „Die toten Seelen“ von N. W. Gogol, „Verstand macht Leiden“ von A. S. Gribojedow und Tragödien von W. Shakespeare und F. Schiller. Das Theater wuchs und entwickelte sich trotz aller finanziellen Schwierigkeiten in vielerlei Hinsicht dank dem Beitrag der talentvollen Schauspieler wie P. Orlenew, J. Lepkowskij, A. Ridal, S. Holmskaja, K. Neslobin, M. Roksanowa, A. Harlamow, N. Litowtsewa, N. Michajlowskaja und A. Sagarow, die im Theater in verschiedenen Zeiten gearbeitet haben. Die Anstellung des jungen Regisseurs K. L. Mardschanow bestimmte den nachfolgenden Erfolg des Theaters. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Rigas Russisches Theater zu einem der besten entlegenen Theater Russlands. Es entwickelte sich zu einer richtigen Schule der realistischen Kunst, in der sich das Streben nach der Wahrheit des Lebens mit der theatralischen Prägnanz verbindent. Der Beitritt Lettlands zur Sowjetunion 1940 beeinflusste erheblich das Schicksal des Theaters. Der ideologische Druck bestimmte massiv seine künstlerische Tätigkeit und seinen Spielplan. Dessen ungeachtet war die Truppe bestrebt, ihre Traditionen zu erhalten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Tätigkeit des Theaters eingestellt, aber bereits 1945 wurde sie wieder aufgenommen. Die hervorragenden Regisseure W. Balunas, S. Radlow, P. Homski und A. Katz leisteten einen unermesslichen Beitrag zur Herausbildung der künstlerischen Meisterschaft des Theaters und bereicherten seinen Spielplan durch Aufführungen klassischer Stücke und Werke moderner Verfasser. Das Theater zeichnet sich durch die Aufführung sozialpsychologischer Stücke aus, die ewige und gegenwärtige Probleme behandeln. Das Theater beschränkt sich auf das Drama nicht. Dialog, Musik, Tanz, Pantomime sind bereits seit langem ein unverzichtbarer Teil faszinierender Vorstellungen. Die jüngste Geschichte des Theaters ist durch das Streben gekennzeichnet, die innere Welt eines Menschen kennenzulernen, seine Psychologie zu erforschen und tief gehende Beweggründe seines Verhaltens zu erfassen. Der Spielplan des Theaters ist durchaus vielfältig: Er reicht von Shakespeare und Molière über Tschechow, Turgenew und Bunin bis zu bahnbrechenden Aufführungen („Szenen einer Ehe“ von I. Bergmann, „Nacht, Mutter“ von M. Norman, „Herbstgeschichte“ von A. Nikolai, „Kleines Mädchen“ von N. Berberowa, „Les Monstres sacrés“ von J. Cocteau und „Buße, oder Flug über dem Abgrund“ von L. Kowal). Anschrift: Kalku Str. 16 Telefonnummer: 371-7224660, 371-7225423 |
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