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Führung in das Schlossmuseum RundaleDas Schlossensemble Rundale ist das größte Baudenkmal der Barock- und Rokokoepoche in Lettland, das in Nähe von der Stadt Bausk liegt. Das Schloss wurde von 1736 bis 1740 als Sommerresidenz des kurländischen Herzogs Ernst Johann Biron nach dem Entwurf des berühmten russischen Architekten Bartolomeo Francesco Rastrelli erbaut. Nach dem Tod der Zarin Anna Iwanowna wurde der Herzog, ihr Favorit, verhaftet und später verbannt. Die Arbeiten im Schloss setzte man nach dem Rückkehr von Biron aus dem Exil am Anfang der Regierung der Zarin Katharina der II. Die Interieure des Schlosses Rundale haben die besten Architekten damaliger Zeit geschaffen. Die italienischen Meister Francesco Martini und Karlo Succi sind die Verfasser der wunderbaren Bemalung der Decke und der Wände des Schlosses, dem Bildhauer I.M. Graff gehören die punkvollen Formen auf dem künstlichen Marmor. Nach dem Beitritt des kurländischen Herzogtums in das Russische Reich, ging das Schloss zunächst in den Besitz der Familie Subows über und später der Familie Schuwalows. Im Jahre 1920 hat die sowjetische Macht das Schloss enteignet und er wurde zum Eigentum der Lettischen Republik. Im Jahre 1933 wurde das Schlossgebäude dem Staatlichen Museum der Geschichte übergeben. Das schloss wurde während des Zweiten Weltkrieges nicht zerstört und nach dem Kriegsende wurden mehrere Säle in die Getreidespeicher umgebaut. Im Jahre 1972 wurde das Schlossmuseum Rundale gegründet, und gleichzeitig beginnen komplette Sanierungsarbeiten, die noch heute nicht abgeschlossen sind. Das Ensemble Rundale bilden das Schloss und der Innenhof, Pferdeställe, Haushaltsbauten, wunderbarer klassischer Park, der mit einem Kanal umringt ist. Das Schloss grenzt an die geräumige Jagdländerei. Heutzutage arbeiten im Schloss mehrere Ausstellungen: Die Ausstellung „Schätze des Schlosses Rundale“ ist der westeuropäischen Kunst im Laufe der vier Jahrhunderte gewidmet. In der Ausstellung sind Möbel, Porzellan, Silbererzeugnisse, Gemälde und Kostbarkeiten dargestellt. In der Familiengruft der kurländischen Herzöge gibt es achtzehn Sarkophage, der älteste darunter hier im Jahre 1569 erschien. In der Ausstellung kann man über das Leben und die Sitten der gestorbenen Schlossbewohner erfahren. Im Sommer ist im Gärtnerhaus die Ausstellung „Wiederherstellung des französischen regulären Parks in Rundale“ geöffnet, wo die Entwürfe und Fotos der Wiederherstellungsarbeiten im Park Rundale sowie Fotos der klassischen regulären französischen Parks in Europa dargestellt sind. Obwohl nicht alle Wiederherstellungsarbeiten im Park noch abgeschlossen sind, überrascht er die Gäste auch heute mit seiner Größe und Schönheit. Die Ausstellung „Jahre des Zerfalls“ erzählt über den tragischen Schicksal der lettischen evangelischen lutheranischen Kirche in den Jahren der sowjetischen Macht. Der erste Teil der Ausstellung besteht aus Dokumenten und Fotos der Kirchen, die unter der sowjetischen Macht zerstört wurden. Im zweiten Teil der Ausstellung sind die Altare, Holzskulpturen und Kirchengebrauchsgegenstände dargestellt, die im Museum aufbewahrt wurden. Der dritte Teil der Ausstellung, der sich im ehemaligen Pferdestall des 18. Jahrhunderts befindet, ist dem Ausrauben der Kirche Lestine gewidmet, die durch ihre Holzskulpturen bekannt war. Die wunderschöne Innenausstattung der Kirche war im Barockstil ausgeführt. Anschrift: Pilsrundale, Bausskij Rayon Telefonnummer: 371-3962197, 371-3962119 |
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